Hildegard Knef

Einmalige Tonband - Interviews und Gespräche

Alle Gespräche mit den Künstlern wurden live aufgenommen, ohne vorab thematisch fixiert worden zu sein. Darum wirken sie natürlich und spontan. Und: Ob von noch lebenden oder inzwischen verstorbenen Künstlern, die Stimme ist der höchste Erinnerungswert an einen Menschen und die Situation, in der er sich geäußert hat. Die Ausstrahlung über die Stimme ist oft höher zu bewerten als der (manchmal durch die Zeit überholte) Inhalt.


Interview- Gesamtliste mit mehr als 250 Künstlern


Material über Hildegard Knef

Interview mit Hildegard Knef 1966

Interview mit Hildegard Knef 1971


Interview mit Hildegard Knef 1966

Im Jahr 1966 machte Hildegard Knef ihre erste Chanson-Tournee durch Deutschland. Sie erzählt, wie sie dazu kam, Texte zu schreiben. Sie sagt: "Diese Arbeit hat mir eine Tür zu mir selbst geöffnet." Und sie ergänzt, dass einige der Lieder ein Stück von ihr selbst widerspiegelten. Und dann geht es um ihre Filmarbeit im In- und Ausland. Nach den Kriegsjahren, die sie als junger Mensch miterlebt hat, "habe ich meine Teenagerjahre nachgeholt, als ich eigentlich kein Recht mehr dazu hatte." Sie erzählt von ihrer Arbeit am Broadway mit dem Musical "Silk Stockings", ihren Erfahrungen mit internationalen Regisseuren und ihrer Erkenntnis, dass sie nicht für immer nach Amerika gehöre. Man erkennt in dem Gespräch ihre leicht philosophischen Gedanken, die sie meisterlich zu formulieren weiss: "Das Leben ist nicht lang genug, um sich nur mit einem müssigen Machtgefühl und Ehrgeiz zu befassen."

Hörprobe ( Copyright, Weiterverwendung in Rundfunk, Fernsehen und Internet untersagt. Bei Wiedergabeproblemen gibt's hier Hilfe )

Gesamtlänge ca. 7 Min. 50 Sek. (Tonband)

Bei Interesse können sie hier Informationen anfordern.


Interview mit Hildegard Knef 1971

Das Gespräch aus dem Jahre 1971 dreht sich im ersten Teil um ihr Buch "Der geschenkte Gaul", das sie zu jenem Zeitpunkt sehr erfolgreich in Amerika präsentiert hat, u. a. in zweistündigen Fernseh-Diskussionen. Es geht darin um die Kollektiv-Schuld der Deutschen, und sie schildert, dass ihre Generation kleine Kinder waren, als Hitler an die Macht kam, die damals keinen Krieg verhindern konnten. Sie berichtet auch über die (damals) in Amerika zum Zeitpunkt ihrer Buch-Veröffentlichung immer noch bestehenden Ressentiments gegen die Deutschen, weil auch in Amerika der Standard immer an dem Grausamsten angelegt wurde, an Hitler. Danach wechselt das Thema zu ihrer neuen Chanson-LP. Es sind Lieder unter mehr literarischem Aspekt. Musik und Arrangements von Hanns Hammerschmid sowie Les Humphries, Texte natürlich Hildegard Knef. Sie wird nach ihrer Meinung zur Entwicklung der leichten Musik in der Welt befragt. Ihre Antwort sinngemäss: "Die Musik im Ausland ist nicht mehr leicht. Sie ist anspruchsvoll, zeitbezogen, neue Formen prägen den Stil". Nur wenn diese Songs schlecht übersetzt in Deutschland erscheinen, ist das schlimm. Es gibt auch Texte, die sich ihrer Meinung nach auch rein sprachlich gar nicht übersetzen lassen. Gescheit und sprachlich faszinierend gibt sich die Knef, dass man ihr gebannt zuhört.

Gesamtlänge ca. 15 Min. 30 Sek. (Tonband)

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Stand: 30.07.2003
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